Flugzeugwrack aus dem Attersee geborgen

31.08.2025 Steinbach am Attersee

Für die Bergung des Flugzeugwracks aus dem Attersee war heute die Österreichische Wasserrettung beauftragt.

Wie in den Medien in den letzten Tagen berichtet, konnte das Wrack mit den Tauchrobotern (ROVs, Remotely Operated Vehicle) zwar lokalisiert werden, doch war die Anbringung einer sicheren Seilverbindung nicht möglich, daher wurde durch die Einsatzleitung entschieden, Spezialtauchkräfte einzusetzen.

Tauchgänge in dieser Tiefe brauchen detaillierte und genaue Planungen, zusätzlich zu den 2 Spezialtauchern sind weitere Sicherungstaucher und aufwändiges Equipment notwendig. Erfahrung mit Bergungen aus ähnlichen Tiefen hat eine Spezialtauchgruppe der Österreichischen Wasserrettung Landesverband Oberösterreich, die bereits mehrere herausfordernde Bergungen bewältigen konnte, nicht zuletzt die Bergung eines wertvollen Segelbootes vor 2 Jahren aus dem Attersee aus einer Tiefe von 130 Metern. Bergung der Bibelott II

Der führende Kopf dieser Gruppe war auch diesmal bei der Planung dabei und auch als einer der beiden Spezialtauchkräfte beim Anbringen der Sicherungsleine am Flugzeugwrack in 163 Metern Tiefe. Weitere Mitglieder der Spezialtauchgruppe der ÖWR waren als Sicherungstaucher in unterschiedlichen Tiefen positioniert, um bei einem Notfall unterstützen zu können. Auch bei der empfindlichen Bergung per Winde konnten die Wasserrettungsmitglieder ihre Erfahrung aus den früheren Bergungen einsetzen.

Landestauchreferent Markus Sturm, einer der beiden Taucher, welche die Bergeleinen in der Tiefe anbringen, spricht im Interview mit Regional TV Salzburg über die Planung, Sicherheit und den Ablauf der Bergung.

Nach ca. 4 Stunden kann das Wrack durch Einsatzboote der ÖWR bis zum Bergekran der Feuerwehr abgeschleppt und von diesem an Land gehoben werden. Der gesamte Einsatz steht unter der hervorragenden Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte der verschiedenen Einsatzorganisationen – Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr, Wasserrettung – und den Behörden.

Dabei sollte wieder einmal ins Bewusstsein gerufen werden, dass die Einsatzkräfte in den Blaulichtorganisationen Großteils ehrenamtliche Mitglieder sind, die ihre Freizeit freiwillig und unentgeltlich an die Gesellschaft geben, um für die Sicherheit und Hilfe in Notsituationen zu sorgen. Diese Einsatzorganisationen haben sich unter dem Freiwilligenrat der OÖ. Sicherheits- und Rettungsorganisationen zusammengeschlossen, um die wichtige Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu stärken, vor Ort bei den Einsätzen, bis hin zur Führung der Einsatzorganisationen, um effiziente, nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen und gemeinsam für zahlreiche Herausforderungen gerüstet zu sein.

Fotos: www.fotokerschi.at
Text: Martin Eberl

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